Und das schreibt die Presse über den Scharfrichter

"Mit geziemendem Abstand begutachteten dagegen andere die grausigen Auslagen bei Scharfrichter Meister Hans, der in seinem leuchtend roten Wams nicht zu übersehen war. Seine detaillierten Geschichten über Foltermethoden, Hexenverfolgungen und Züchtigungen untreuer Ehefrauen (und -männer!) erzeugten so manche Gänsehaut. Angenehmes Gruseln mit historischem Hintergrund war hier garantiert ..."

"Beim Stand des Scharfrichters ging es da schon wesentlich lebendiger zu. Die Besucher drängten sich um seine historischen Folterwerkzeuge und die Neugier war groß. Von 1000 Fragen überhäuft ließ sich der "Züchtiger" jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Bei seinen ausführlichen Erklärungen fühlte man sich sofort in eine düstere Folterkammer zurückversetzt, wo das Jammern der “peinlich Befragten”, wie die zu Folternden in jener Zeit hießen, noch leise durch die Gänge hallt ..."

"Am Lager vom Scharfrichter herrschte auch schon reges Treiben. Während die einen seine original nachgebauten Marterinstrumente in Augenschein nahmen, ließen sich die anderen die Anwendung der Werkzeuge genau erklären. Wer wollte, konnte sich selbst davon überzeugen, welchen Schmerz wohl die Daumenschrauben vermitteln konnten oder wie unangenehm das Tragen der Schandmaske sein konnte. Das war echtes Mittelalter zum Anfassen..."

“Bei Verstößen gegen die Marktordnung wird Scharfrichter Meister Hans mit eiserner Hand seines Amtes walten, war zu vernehmen. Und gerade jener erweckte mit seinen Erzählungen über frühere Bestrafungsmethoden viel Aufmerksamkeit. Die Phantasie konnte da schon Horrorszenen produzieren, wenn man die Daumenschrauben berührte, die original nachgebildeten Beinschrauben anfasste, oder sich nur zum Spaß die Schandmaske überziehen ließ ..."

"Ein düsterer, nicht endender Gang und die spärliche Beleuchtung von Fackeln führen zu einem wahren Folterzimmer. Für einen Augenblick möchte man wieder umkehren, denn hier wartet ein echter Scharfrichter. In dem Dämmerlicht seines Kellers jagt er vor allem den jüngeren Besuchern den nötigen Respekt ein. Gebannt hängen Kinderaugen an seinen Lippen als er zu den Mord- und Folterinstrumenten greift. Daumenschraube, spanische Kralle und eine Schandmaske liegen vor ihm. Der Schausteller berichtet in allen Details von den grausamen Vorgängen die man zwischen 1400 und 1600 datiert. Den Zuschauern steht die Abscheu ins Gesicht geschrieben. Die bildlichen Beschreibungen erzeugen Schauergefühle, doch trotzdem bleiben alle wie versteinert stehen. Der „Vollstrecker“ erklärt routiniert wie Menschen früher gerädert wurden, oder wie die Halskrause mit Nägeln funktionierte…"

.

.

Zurück zum Anfang